Mammographie

Mammographie ist eine spezielle Form der bildgebenden Röntgendiagnostik, die direkt für die Brustdrüse (Mamma) und das umliegende Gewebe entwickelt wurde. Hiermit gelingt die Detektion der diagnostisch wichtigen Mikroverkalkungen im Drüsengewebe. In manchen Fällen ist zur besseren Beurteilung dieser Kalzifikationen eine Vergrößerungsaufnahme erforderlich, da nicht jede Verkalkung ein Hinweis auf einen malignen (bösartigen) Tumor ist.

Untersuchungstechnik und Strahlenschutz

Unser Mammographiegerät ist zerfiziert und wird regelmäßig überwacht, so dass eine möglichst geringe Strahlenexposition für das Brustdrüsengewebe resultiert. Darüber hinaus führt die oft als unangenehm empfundene Kompression der Brust während der Untersuchung zu einer Verringerung der Strahlenexposition und zu einer deutlichen Verbesserung der Bildqualität (Auflösung und Kontrast). Diese Technik ermöglicht zum Teil erst die Erkennung von kleinsten Herden im Drüsengewebe. Bei einer Kompression der Brust von einem Durchmesser von 4,5 auf 4 cm wird die Strahlenexposition um ca. 20% gesenkt. Um es den Patientinnen so angenehm wie möglich zu machen, führen unsere speziell geschulten MTRAs eine individuell angepasste und gut zu tolerierende Kompression durch.

Ist der Befund verdächtig, kann am DTZ Berlin ergänzend ein weiteres Verfahren der digitalen Mammographie, die Tomosynthese,

durchgeführt werden. Hierfür werden aus bis zu 25 verschiedenen Winkeln niedrigdosierte Röntgenaufnahmen der Brust erstellt, die eine 3-D-Darstellung ermöglichen.

Das Strahlenrisiko und damit einhergehend die durch eine Mammographie erhöhte Wahrscheinlichkeit an einem Mammakarzinom zu erkranken, wird in den Medien oft irreführend dargestellt. Das natürliche statistische Risiko einer Frau während ihres Lebens ein Mammakarzinom zu entwickeln liegt bei 9,3%. Unter der Annahme einer Basismammografie im 35. Lebensjahr und jährlicher Kontrollen ab dem 40. Lebensjahr erhöht sich das Risiko durch die Strahlenexposition an einem Brustkrebs zu erkranken im ungünstigsten Fall auf 9,32-9,4%. Demgegenüber steht der Nutzen dieser Vorsorgeuntersuchung. Damit ist das theoretisches Strahlenrisiko der Mammografie zu vernachlässigen.

Vorsorgeuntersuchung

Nach Empfehlung mehrerer internationaler Fachgremien sollte eine Basismammografie im 35. Lebensjahr durchgeführt werden. Frauen zwischen dem 40. und 49. Lebensjahr sollten in 1-2 jährigem Abstand und Frauen ab dem 50. Lebensjahr sollten jährlich eine Mammografie durchführen lassen.